Was versteht man unter dem Goldenen Schnitt und welchen Effekt hat er?
Der goldene Schnitt ist eine Proportion und hat die Aufgabe für Schönheit und Ästhetik zu sorgen. Der griechische Philosoph Platon (427 – 347) schreibt in seinem „Thimaios“ zum 1 Mal über diese Proportion, die später als Goldener Schnitt genannt wurde. Man versteht darunter die Teil aus einer Strecke C so, dass sich die kleinere Teilstrecke zur größeren Verhalt, wie die größere Teilstrecke zur ganzen Strecke, d.h. entsprechend der Proportion A:B = B:C Die größere Teilstrecke B ist somit die mittlere Proportionale (oder das geometrische Mittel) zwischen A und C. Man nennt diese Teilung auch stetig. Schon im Altertum erfuhr der Goldene Schnitt für die bildende Kunst eine große Beachtung. Man versuchte auch die Maße des menschlichen Körpers in die jeweiligen Proportionen zu bringen und diese zur Gesamtkörperlänge. Nach Durchschnittswerten zusammengefasst, kann man einer Gliederung nach dem Goldenen Schnitt schon sehr nahe (5:8 = 8:13)
Die Ägypten fanden z. B. heraus, dass die 19-fache Länge ihres Mittelfingers die Körperlänge ausmachte. Der griechische Bildhauer Poliklet sah als ideales Maß ein Achtel des Körpers zur Gesamtlänge des Körpers an. Eine harmonische Gestaltung blieb aber nicht nur dem menschlichen Körper vorbehalten, man entwarf nach Goldenen Schnitt Gärten, Parkanlagen und Gebäude. Landschaftsbilder entstanden ebenso nach diesen Proportionslehren.
Wenn es um Schönheit, Ästhetik und Harmonie geht, ist auch heute noch der Goldene Schnitt zu spüren. Schauen Sie und finden Sie es heraus!
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