Gibt es zwischen Kunst und Gesundheit und Malerei eine Verbindung? Aber ja, allerdings entwickelte sich die Kunsttherapie erst seit etwa 30 Jahren. Sie soll Menschen mit Depressionen, psychologischen und emotionalen Problemen helfen, aber auch Stressbeschwerden und Schlaflosigkeit beseitigen, um nur einige Störungen aufzuzählen.
Bei den Patienten liegt zwischen Bewusstsein und Unbewusstsein eine geistige Sperre vor, so dass sie ihre Gefühle, Sorgen und Ängste nicht mit Worten beschrieben können. Um diese Sperre zu lösen, versucht man, dass sie in Malerei, Zeichen, Arbeiten in Ton oder beim Basteln ihre Kreativität ausdrücken, vielleicht sogar ihre unbewusste Note auf ein Blatt Papier bannen. Manchmal kommt es nie eine Befreiung über die Kranken, oft löst die Freude über die Geschaffene schon die Heilung aus, einige entdecken sogar ihr Talent. Dabei ist es der Therapie absolut nicht wichtig, Kunstwerke zu fertigen, eher über ein Bild Worte zu finden, die die Ursache der Erkrankung erklären und eine Lösung zulassen. Aber auch ohne Worte können erfahrene Psychologen oft die Gründe herauslesen.
Zuerst haben Analytiker von Freud entdeckt, was für erstaunliche Aussagen in Bildern von Patienten in Irrenanstalten stecken. Auch Goethe hat in seiner Farbenlehre für Psychologen und Künstler, die mit Farben zu tun haben, eine Anregung für die Entwicklung einer besonderen Farbtherapie geschaffen. Zu den Psychotherapie, aber auch in anderen Bereichen nutzt man die Tatsache, dass den unbewussten Farbeinwirkungen auf den Menschen eine besondere Wirkung zukommt.
Zum Schluss eine rhetorisch Frage: Wie viele Menschen mögen wohl sterben, ohne ihr Talent, das ihnen mit in die Wiege gelegt wurde, gekannt bzw. ausprobiert zu haben?
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